
HSPV NRW
Können Polizist*innen Glücklich Werden?
Emanuel John and Douglas Yacek
Wie für vermutlich die meisten Menschen ist auch für Polizist*innen die Wahl ihres Berufs mit ihrer Vorstellung von einem sinnvollen und erfüllten Leben verknüpft.
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Kursübersicht:
Wie für vermutlich die meisten Menschen ist auch für Polizist*innen die Wahl ihres Berufs mit ihrer Vorstellung von einem sinnvollen und erfüllten Leben verknüpft. Da sie bei der Ausübung ihrer Pflichten häufig mit Leid, Unglück und oft schwer nachvollziehbaren Taten anderer konfrontiert sind, gehen damit zwar besondere Belastungen einher, aber auch Möglichkeiten, einen besonderen Beitrag zu einem gelingenden, glücklichen Leben aller zu leisten -- etwa dabei an der Freude der erfolgreichen Bewältigung einer bedrohlichen Lebenssituation, der Rettung von Opfern einer Straftat, oder einer sicher ablaufenden Großveranstaltung teilzuhaben. In solchen Erfahrungen liegt vermutlich für viele PVB die Motivation für die Ausübung ihres Berufs, somit auch eine Quelle von Lebenszufriedenheit, Erfüllung und Glück.
Dieses Seminar verfolgt vor diesem Hintergrunde zwei Ziele:
Erstens, in Auseinandersetzung mit philosophischen, literarischen und religiösen Ideen aus verschiedenen kulturellen Kontexten soll diskutiert werden, wie die Frage nach dem glücklichen Leben in einer demokratischen Gesellschaft, die an der Würde jedes Individuums ausgerichtet ist, behandelt werden kann.
Zweitens, in Anbetracht konkreter Anforderungen in der Polizeiarbeit sollen Möglichkeiten, aber auch Hürden, für Erfahrungen des Gelingens eines glücklichen Lebens in der Begegnung mit dem polizeilichen Gegenüber und Kolleg/innen erkundet werden. Auf der Grundlage dieser Ideen werden wir unsere eigene Vorstellung davon entwickeln, was unserer Meinung nach unser Leben als Polizei und als Mensch am lebenswertesten macht. Insbesondere werden wir versuchen, vier zentrale Fragen für uns zu beantworten:
1. Welche Erfahrungen, Tätigkeiten, Hobbys und Handlungen machen mein Leben (als Polizist*in) wirklich lebenswert?
2. Welche Traditionen, Religionen und Vorbilder können mirOrientierung bieten, wenn ich Schwierigkeiten, Rückschlägen oder Leiden begegne?
3. Wie schaffe ich aus Tod, Trauer und Verlust einen Sinn, sei es meinem eigenen oder dem von Kolleg*innen, Freund*innen oder anderengeliebten Menschen?
4. Welche Arten von Beziehungen, Freundschaften oder Gemeinschaften machen mein Leben sinnvoll, glücklich und erfüllt?
Leseliste:
Meister Eckhart: Die Reden zur Orientierung im Denken, Hamburg 2020, §§ 9, 12, 13.
Hannah Arendt: Über das Böse: Eine Vorlesung zu Fragen der Ethik. München/Zürich 2007, S. 81-88.
Marc Aurel: Selbstbetrachtungen
Prince Ghazi bin Muhammad: Postskript
Martin Buber: Ich und Du, Heidelberg 1983, S. 10-16.
Christian Troll SJ,: Krankheit, Leiden und Tod im islamischen Glaubenund Denken
Christian Wiman: Der helle Abgrund
Aristoteles: Über Muße
Kursübersicht:
Wie für vermutlich die meisten Menschen ist auch für Polizist*innen die Wahl ihres Berufs mit ihrer Vorstellung von einem sinnvollen und erfüllten Leben verknüpft. Da sie bei der Ausübung ihrer Pflichten häufig mit Leid, Unglück und oft schwer nachvollziehbaren Taten anderer konfrontiert sind, gehen damit zwar besondere Belastungen einher, aber auch Möglichkeiten, einen besonderen Beitrag zu einem gelingenden, glücklichen Leben aller zu leisten -- etwa dabei an der Freude der erfolgreichen Bewältigung einer bedrohlichen Lebenssituation, der Rettung von Opfern einer Straftat, oder einer sicher ablaufenden Großveranstaltung teilzuhaben. In solchen Erfahrungen liegt vermutlich für viele PVB die Motivation für die Ausübung ihres Berufs, somit auch eine Quelle von Lebenszufriedenheit, Erfüllung und Glück.
Dieses Seminar verfolgt vor diesem Hintergrunde zwei Ziele:
Erstens, in Auseinandersetzung mit philosophischen, literarischen und religiösen Ideen aus verschiedenen kulturellen Kontexten soll diskutiert werden, wie die Frage nach dem glücklichen Leben in einer demokratischen Gesellschaft, die an der Würde jedes Individuums ausgerichtet ist, behandelt werden kann.
Zweitens, in Anbetracht konkreter Anforderungen in der Polizeiarbeit sollen Möglichkeiten, aber auch Hürden, für Erfahrungen des Gelingens eines glücklichen Lebens in der Begegnung mit dem polizeilichen Gegenüber und Kolleg/innen erkundet werden. Auf der Grundlage dieser Ideen werden wir unsere eigene Vorstellung davon entwickeln, was unserer Meinung nach unser Leben als Polizei und als Mensch am lebenswertesten macht. Insbesondere werden wir versuchen, vier zentrale Fragen für uns zu beantworten:
1. Welche Erfahrungen, Tätigkeiten, Hobbys und Handlungen machen mein Leben (als Polizist*in) wirklich lebenswert?
2. Welche Traditionen, Religionen und Vorbilder können mirOrientierung bieten, wenn ich Schwierigkeiten, Rückschlägen oder Leiden begegne?
3. Wie schaffe ich aus Tod, Trauer und Verlust einen Sinn, sei es meinem eigenen oder dem von Kolleg*innen, Freund*innen oder anderengeliebten Menschen?
4. Welche Arten von Beziehungen, Freundschaften oder Gemeinschaften machen mein Leben sinnvoll, glücklich und erfüllt?
Leseliste:
Meister Eckhart: Die Reden zur Orientierung im Denken, Hamburg 2020, §§ 9, 12, 13.
Hannah Arendt: Über das Böse: Eine Vorlesung zu Fragen der Ethik. München/Zürich 2007, S. 81-88.
Marc Aurel: Selbstbetrachtungen
Prince Ghazi bin Muhammad: Postskript
Martin Buber: Ich und Du, Heidelberg 1983, S. 10-16.
Christian Troll SJ,: Krankheit, Leiden und Tod im islamischen Glaubenund Denken
Christian Wiman: Der helle Abgrund
Aristoteles: Über Muße
















